Lyrik von Maria Holschuh

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Wind.

Wer hat je den Wind geseh´n
Wenn erfegt von Bergeshöhn?
Baum und Strauch sich vor ihm neigt
Allen seine Stärke zeigt.

Launisch, wie er manchmal ist,
Er die Menschenkinder küßt,
Streichelt freundlich über´s Haar,
Flüstert, kichert, tanzt sogar.

Plötzlich packt ihn dann die Wut,
Schon ist fort der Hut.
Trägt ihn hoch hinauf und weit,
Läßt ihn fallen dann im Streit.

Endlich findet er Genuß,
Bläst herbei ´nen Regenguß.
Lacht, obwohl die Wolke weint
Bis die Sonne wieder scheint.

Schmollend sucht er sein Versteck.
Heißaßa, der Wind ist weg!
Niemand kennt sein luft´ges Haus,
Wo er heckt die Streiche aus.

 

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