Lyrik von Maria Holschuh

Gedichtetruhe durchsuchen:

 

Das Wasser

Ein Wasser tief im Berge schlief
Der Frühling es nach draußen rief.
Fröhlich da ein Bächlein hüpft,
Aus dem Fels war es geschlüpft.

Durch die Wiesen es nun rennt
Weder Halt noch Vorsicht kennt.
Immer schneller wird sein Lauf,
Keiner hält das Bächlein auf.

Schließlich stürzt es tief und steil,
Welches Glück, es blieb noch heil.
Aber weh´ die klare Flut
Trübe wird im Übermut.

Endlich ist das Tal erreicht,
Das Bächlein stutzt und zaudert leicht.
Behäbig kann es hier nur fließen,
So wie es alte Bäche müssen.

Vorbei ist alles Ungestüm,
Der müde Bach, wo strebt er hin?
Im Meere will er endlich ruh´n
Wie es ja alle Wasser tun.

 

Möchten Sie zu diesem Gedicht zeichnen? (zur Veröffentlichung hier)
So sagen Sie Dankeschön